Ernährung: Weniger Fleisch
Gesund essen und gleichzeitig das Klima schützen – das ist möglich. Reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum, denn die Fleischproduktion ist sehr CO2-intensiv.
Ein dickes, saftiges Steak vom Grill bedeutet für viele Menschen Ess- und Lebensgenuss – und den will myblueplanet Ihnen auch gar nicht verderben. Nur: Einige Fakten zum Thema Fleischproduktion möchten wir Ihnen schon gerne vermitteln:
1 Kilogramm Fleisch – 200 Kilogramm Tomaten
Von all dem, was wir Menschen essen, haben die tierischen Lebensmittel die weitaus schlechteste Klimabilanz. Um ein Kilogramm Fleisch zu erzeugen, braucht man 7 bis 16 Kilogramm Getreide. Auf der dafür benötigten Fläche liessen sich im selben Zeitraum 200 Kilogramm Tomaten oder 160 Kilogramm Kartoffeln ernten. Die Viehzucht ist zudem der grösste Landnutzer der Erde. Von der gesamten Ackerfläche dienen 33 Prozent allein der Futtermittelerzeugung.
Wenn schon Fleisch, dann sollte es Fleisch aus Schweizer Bio-Produktion sein. So fällt zumindest der Aufwand für Futtermittel (häufig Soja) und der Transport (zum Beispiel aus Südamerika) weg. Im Vergleich verschiedener Tierarten betreffend Klimabilanz, schneiden Rinder am schlechtesten ab. Sie sind Wiederkäuer und setzen bei der Verdauung Methan frei. In der Atmosphäre trägt ein Kilogramm Methan genauso viel zum Treibhauseffekt bei wie 21 Kilogramm CO2. (Quelle: «Pendos CO2-Zähler», Verlag Pendo, München und Zürich 2007.)
Die CO2-Belastung verschiedener Fleischsorten:
Rindfleisch: 13,3 kg CO2/kg Fleisch
Schweineschinken: 4,8 kg CO2/kg Fleisch
Geflügel: 3,5 kg CO2/kg Fleisch
Schweinefleisch: 3,3 kg CO2/kg Fleisch
(«Pendos CO2-Zähler»)
Von 100 auf 90 Gramm Fleisch pro Tag und Person
Gemäss aktueller FAO-Statistik essen wir in den Industriestaaten definitiv zu viel Fleisch – jedenfalls sind die rund 224 Gramm Fleisch pro Tag und Person nicht klimaverträglich. In Afrika liegt der Fleischkonsum übrigens bei 31 Gramm, der weltweite Durchschnitt im Moment bei 100 Gramm. Schon die Reduktion des durchschnittlichen, weltweiten Fleischkonsums auf 90 Gramm pro Tag könnte verhindern, dass das produzierte Methan den Klimawandel weiter beschleunigt. Eine ausgewogene, fleischarme Ernährung wirkt sich auch positiv auf die Gesundheit aus. Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, sinkt markant ab.
Und noch ein Letztes: Die industrielle Massentierhaltung und der Transport von Schlachttieren quer durch die Länder sind unwürdig und unethisch. Es gibt genügend starke Gründe dafür, den Fleischkonsum zu reduzieren. Meinen Sie nicht auch?























