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Fein und klimafreundlich essen

Elena Ibello, 09.09.2014

Aktion Klimamenü September 2014Diesen Monat läuft die beliebte myblueplanet-Aktion «Klimamenu». In enger Zusammenarbeit mit der Organisation Eaternity animieren wir Gastronomiebetriebe dazu, klimafreundliche Menus in ihre Speisekarte aufzunehmen. In diesem Jahr neu mit dabei ist unter anderem das neu eröffnete Ristorante Concordia in Winterthur. 

Waren es bei der ersten Durchführung des Aktionsmonats Klimamenu im September 2013 noch zehn Restaurants, die mindestens ein Klimamenü auf ihre Speisekarte setzten, sind es in diesem Jahr schon weit über ein Dutzend. «Unsere Sensibilisierungsarbeit trägt Früchte», freut sich Projektleiterin Andrea Daehler. Inzwischen widerspiegelt die Liste der teilnehmenden Gastrobetriebe die gesamte Breite der Szene. Der vielfältige Mix reicht von der kleinen, aber feinen Landbeiz, urbanen Trendrestaurants und Caterern bis hin zur Spitzengastronomie. Besonders erfreulich ist laut Daehler, dass zwei der teilnehmenden Gaststätten generell auf klimafreundliche Küche umgestellt haben und sieben das Klimamenu sogar ganzjährig im Angebot haben.

Ernährung fällt stark ins Gewicht

Die Motivation für die Aktion «Klimamenu» gründet in der Tatsache, dass die Gesellschaft rund ein Drittel der konsumbedingten Umweltbelastung durch die Ernährung verursacht. Fleisch und tierische Produkte fallen dabei besonders ins Gewicht, da durch ihre Produktion viele Treibhausgase freigesetzt werden. Mit dem bewussteren Konsum von Lebensmitteln kann jede und jeder einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz im Alltag leisten.

Dies wird auch den 16 Lernenden vermittelt, die am bluecamp vom 8. und 9. September in St.Gallen teilnehmen. Im Rahmen dieses myblueplanet-Kurses kochen die Jungen ein Klimamenü – Hokkaido-Kürbis mit Kartoffeln und Linsen. «Das tolle am Klimamenu ist, dass man im Vergleich zu einem herkömmlichen Menü ein Kilogramm CO2 einsparen kann», sagt Daehler. Im Falle des Bluecamps seien das 16 Kilo. «Das entspricht bereits einer Autofahrt von rund 100 Kilometern, die allein über eine Mahlzeit eingespart worden ist. »

Tipps zum CO2 sparen

Den gleichen ökologischen Gedanken hat auch Nik Gugger animiert, mit seinem frisch renovierten und kürzlich mit einem neuen Konzept wieder eröffnete Ristorante Concordia in Winterthur bei der Aktion «Klimamenu» mitzumachen. «Als Vater von drei Kindern möchte ich einen Beitrag an eine lebenswerte Zukunft leisten», sagt Gugger. Die Idee des Klimamenüs habe ihn von Beginn weg überzeugt. Schliesslich müsse man irgendwo mit dem Umweltschutz beginnen – warum nicht beim Essen, meint Gugger. «Es mag nur ein kleiner Tropfen sein, aber viele Tropfen machen das Meer aus.»

An der Aktion «Klimamenu» können aber nicht nur Gastronomie-Betriebe teilnehmen. Auch Privathaushalte können auf einfache Weise beim Einkaufen und Kochen CO2 einsparen. Hier ein paar Tipps dazu:

  • öfter fleischlose Kost zu sich nehmen
  • saisonale und regionale Produkte bevorzugen
  • klimafreundliche Bio-Produkte verwenden
  • Speisen energiesparend zubereiten
  • weniger wegwerfen und Resten kreativ verwerten

Und der einfachste Tipp: Lass dich überraschen von den leckeren, klimafreundlichen Spezialitäten der Restaurants, die an der Aktion «Klimamenü» teilnehmen. Guten Appetit!

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