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KlimaLandsgemeinde 2015: Der Gewinner heisst «Repair Café»

Kategorien: Veranstaltungen
Daniel Lüscher, 05.09.2015

Das Projekt Repair Café überzeugte die anwesenden Winterthurer Landsgemeindlerinnen und Landsgemeindler am meisten. Dessen Ziel ist es, dem  allgegenwärtigen Konsum- und Wegwerf-Wahn entgegenzutreten. Im «Repair-Café», das im Winterthurer «machwerk» stattfinden wird, treffen Leute aufeinander, um kaputte Dinge wieder funktionstüchtig zu machen. Dadurch wird verhindert, dass unnötig mehr produziert wird und Rohstoffe verbraucht werden.

Der zweite Preis ging an das Projekt «wiederverwerkle – Holzbörse und Upcycling». Dieses will Upcycling Produkte, für die lediglich „Abfälle“ der Holzindustrie verwendet werden an den Kunden bringen. Ziel ist es, das Bewusstsein der Bevölkerung in Bezug auf die Ressourcenproblematik zu erweitern.

Den dritten Rang erzielte das Projekt «Solartankstelle für E-Bikes und E-Cars».  Dessen Initianten wollen die bereits bestehende Solaranlage an der Kanti Rychenberg mit einer Ladestation für E-Bikes und E-Cars kombinieren. Diese soll nicht nur dem Aufladen der eigenen Elektro-Bikes, -Roller oder -Autos der Schulgemeinschaft dienen, sondern auch ein guter Grund für andere sein, vom Auto aufs Elektromobil zu wechseln.

 

Spontane Unterstützung für Viertplatzierte

Nachdem die Abstimmung um den dritten Rang sehr knapp ausgegangen war, erklärte sich ein Gast der KlimaLandsgemeinde spontan bereit, das knapp unterlegene Projekt «Give & Take» aus eigenen Mitteln finanziell zu unterstützen. Damit können die Initianten das Tauschhaus «Give & Take» eröffnen, in welchem nicht benötigte Gegenstände platziert werden können. Diese dürfen dann von anderen Tauschhaus-Nutzern mitgenommen werden. Ziel ist es, Gegenstände länger am Leben zu erhalten und einen Beitrag zur Dämpfung des Konsums zu leisten.

 

Innovative Ideen für mehr Klimaschutz

Stadträtin Barbara Günthard-Maier, welche die KlimaLandsgemeinde mit zwei kurzen Ansprachen umrahmte, betonte die Bedeutung und Wichtigkeit der ausgezeichneten Projekte für den Klimaschutz. Die diesjährige Hitzewelle zeige, dass der Klimawandel Realität ist. Damit es gelinge, die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen und noch gravierendere Veränderungen zu verhindern, bedürfe es erheblicher Anstrengungen von allen Seiten. «Es freut mich sehr, dass in Winterthur zahlreiche engagierte Menschen aktiv sind und sich mit kreativen Projekten für den Klimaschutz einsetzen», sagte die Stadträtin. Solche Eigeninitiative sei wichtig für eine attraktive, innovative Stadt und werde daher von den Organisatoren mit der KlimaLandsgemeinde unterstützt.

Die Preisgelder in der Höhe von total 10'000 Franken, aufgeteilt in einen Hauptpreis von 5000 Franken und je 2500 Franken für die Plätze zwei und drei, wurden den glücklichen Gewinnerinnen und Gewinnern durch die aktuelle Miss Earth Schweiz, Corinne Schädler, überreicht. Mit dem Erhalt des Geldes verpflichten sich die Sieger, ihre Projekte innerhalb eines Jahres zu verwirklichen.
 

Bild: Karin Witschi

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