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Nachhaltiger Konsum: Denken beim Kaufen

Anne Nuria Boekhout, 03.02.2015

 

Tag für Tag tun wir alle eine Menge Dinge, die mit darüber entscheiden, ob das Klima geschützt, knappe Ressourcen geschont oder Menschenrechte geachtet werden: Das fängt beim morgendlichen Frühstücksei an, geht weiter mit der Wahl des Verkehrsmittels für den Weg zur Arbeit und endet noch lange nicht, wenn wir abends im Katalog blättern, um herauszufinden, welcher neue Kühlschrank in Frage kommt.

Sich der Konsumgüterwelt ganz zu entziehen ist heute kaum möglich. Aber eines ist klar: Als Kundinnen und Kunden bewegen wir mehr als nur den Einkaufswagen. Mit einem verantwortungsvollen, nachhaltigen Konsum schonen wir Umwelt und Klima und tragen dazu bei, dass auch künftige Generationen in Freude leben können. 

myblueplanet Tipps:

  • Weniger ist mehr. Am besten fürs Klima ist es, nichts zu kaufen, das man nicht unbedingt braucht.
  • Langlebige Qualitätsprodukte sparen Geld, Ärger, Ressourcen und Müll. Wer konsquent auf die Herkunft und Produktionsbedingungen achtet, kann zwar keine bessere Welt «herbeikaufen», aber für den Handel ein Zeichen setzen. 
  • Gütesiegel sind dabei eine gute Orientierung. Diese gibt es für die meisten Produkte, angefangen bei Lebensmitteln, über fair produzierte Kleider aus Biobaumwolle bis zu nachhaltig produzierten Möbeln und gesundem Baumaterial für Ihr Haus. Hier informieren: Labelinfo.ch.
  • Vor allem bei den Lebensmitteln kauft man oft zu viel ein. So landet tonnenweise Nahrung im Abfall. Ein Einkaufszettel hilft und mit Essensresten lässt sich meist ein schnelles Essen zubereiten.
  • Saisonal konsumierte Nahrungsmittel aus biologischen Freilandkulturen sparen ganz viel CO2.
  • Unverpackte Lebensmittel sind leichter zu tragen und schonen das Klima.
  • Und wenn man weniger kauft, kann man auch mit dem Velo oder zu Fuss einkaufen gehen.

Wir haben alle zuviel an Dingen und zwischendurch wollen wir uns von diesem "zuviel" befreien. Dann wird aussortiert, aufgeräumt und weggeworfen. Damit auch das zuviel möglichst klimafreundlich "entsorgt" werden kann, hier ein paar Tipps:

Grundregel: Was nicht defekt ist, kann wieder verwendet werden. Wenn nicht von dir, dann von jemand anderem.

  • Verkaufe, was sich für dich zu verkaufen lohnt über die Internet Portale wie Ricardo, tutti etc. oder ein kleines Aushanginserat beim Handel.
  • Verschenke, was noch in gutem Zustand und gebrauchsfähig ist an lokale Brockenhäuser. Dazu gehören Kleider, Haushaltwaren, Möbel, Bücher, Geschirr usw.

Mit diesen einfachen Leitsätzen hast du vielleicht etwas mehr an Arbeit als wenn du einfach alles in den Müll schmeisst. Aber schliesslich heisst entrümpeln ja nicht, dass wir alle nur Dinge besitzen, die im Abfall landen müssen wenn wir sie nicht mehr verwenden können. Mit einer ebenso sorgfältigen Aufräum-Aktion wie Einkauf-Aktion tust du also etwas fürs Klima, für dein Portemonnaie und dein Gewissen.

 

 

 

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