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Rekord: 175 Staaten unterzeichnen Klimaschutzabkommen

Kategorien: Klimawissen
Valérie Trüb, 26.04.2016

Am 22. April 2016 haben Staatsvertreter aus aller Welt an der feierlichen Zeremonie zur Unterzeichnung des Klimaabkommens von Paris am UNO-Hauptsitz in New York teilgenommen. Insgesamt haben 175 Länder das Abkommen unterzeichnet, darunter auch die Schweiz, Vertreten durch Bundesrätin Doris Leuthard.

Mit der Unterzeichnung verpflichtet sich die Weltgemeinschaft, konkrete Klimaschutzmassnahmen zu ergreifen und die Erderwärmung auf deutlich unter 2° und möglichst unter 1,5° Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Zudem soll in der zweiten Jahrhunderthälfte eine «Treibhausgasneutralität» erzielt werden.

Ein erster wichtiger Schritt ist mit der Unterzeichnung getan. Doch damit das Abkommen verbindlich wird, müssen es zumindest 55 Staaten ratifizieren. Das heisst, dass in diesen Ländern noch die Zustimmung des Parlaments erforderlich ist. Die USA und China, die zwei grössten Treibhausgasemittenten weltweit, halten eine Ratifizierung bereits 2016 für möglich. Die Schweiz will das Klimaschutzabkommen bis Ende 2017 ratifizieren. Damit bestätigt sie, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um 50 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken.

Das Klimaschutzabkommen von Paris ist eine grosse Chance, die Folgen des Klimawandels zu verlangsamen oder gar aufzuhalten. Doch dafür braucht es das Engagement aller Staaten und deren gegenseitige Unterstützung, insbesondere für die vom Klimawandel betroffenen Entwicklungsländer.

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