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RestEssBar gewinnt den Hauptpreis der KlimaLandsgemeinde 2014

Kategorien: Veranstaltungen
Simon Hungerbuehler, 08.09.2014

KlimaLandsgemeinde 2014, Gewinner RestEssBarDas Projekt «RestEssBar» überzeugte die anwesenden Winterthurer Landsgemeindelerinnen und Landsgemeindler am meisten. Bei der Präsentation des Projektes hatte das Team festgehalten, dass es das Ziel sei, dem Wegwerfen von Lebensmitteln mit konkreten Massnahmen entgegenzuwirken. So sei bereits ein Kühlschrank eingerichtet worden, der mit Ausschusswaren aus Läden der Stadt befüllt werden könne. Diese Lebensmittel stünden allen Interessierten gratis zum Konsum zur Verfügung. Nun wolle man das Angebot ausbauen und auch Lebensmittel mit Ablaufdatum anbieten, die nicht unbedingt gekühlt werden müssen. «Das wäre sehr in unserem Sinn, da gerade in verarbeiteten Produkten viel mehr Energie steckt, die mit der Weitergabe nicht mehr verschwendet würde», hatten die nun Ausgezeichneten erläutert.

Der zweite Preis ging an das Projekt «Freie Schule Winterthur – Projektwoche ‹Aus alt mach neu›». Die Initianten wollen dabei die Schülerinnen und Schüler dafür sensibilisieren, dass aus nicht mehr verwendeten Materialien Neues entstehen kann. Im sorgfältigen Umgang mit den begrenzten Ressourcen soll so ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

Den dritten Rang erzielte das Projekt «Trendgetränk des Läbesruums: regional und saisonal». Die Initianten wollen der Stadt mit trendigen Fruchtgetränken vom Land eine ökologische Alternative bieten. Dabei sollen die Transportwege für die Getränke auf Apfelmostbasis minimiert sowie Herstellung und Auslieferung umweltverträglich bewerkstelligt werden.

Innovative Ideen auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft

Stadträtin Barbara Günthard-Maier, die die KlimaLandsgemeinde mit zwei kurzen Ansprachen umrahmte, betonte denn auch die Bedeutung und Wichtigkeit der ausgezeichneten Projekte. Zwar habe die Politik Ende August zur Umsetzung des im November 2012 geäusserten Volkswillens, in Winterthur die 2000-Watt-Gesellschaft anzustreben, einen Massnahmen-Plan verabschiedet. Doch um das Ziel auch in nützlicher Frist zu erreichen, brauche es die Mitwirkung aller. «Der Beitrag, der durch die engagierten Menschen geleistet wird, die hier an der KlimaLandsgemeinde ihre Projekte vorgestellt haben, ist für unseren Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft entscheidend», sagte die Stadträtin. Nur wenn die Bevölkerung mitwirke, eigene Ideen einbringe und innovative Projekte umsetze, könne das ehrgeizige Ziel erreicht werden.

Die Preisgelder in der Höhe von total 10'000 Franken, aufgeteilt in einen Hauptpreis von 5000 Franken und je 2500 Franken für die Plätze zwei und drei, wurden den glücklichen Gewinnerinnen und Gewinnern durch die aktuelle Miss Earth Schweiz, Shayade Hug, überreicht. Mit dem Erhalt des Geldes verpflichten sich die Sieger, ihre Projekte innerhalb eines Jahres zu verwirklichen.

Neues Wahlverfahren

Anders als in den Vorjahren wurden die Siegerprojekte heute an der Landsgemeinde in einem zweistufigen Verfahren bestimmt. Die sechs Projekte waren aufgeteilt worden in zwei Dreierblöcke. Erst wurden jeweils drei Projekte von den Projektteams in fünfminütigen Kurzreferaten vorgestellt. Anschliessend bestimmte das Stimmvolk per Handerheben die besseren zwei, welche somit für die Finalrunde bestimmt waren. In dieser wurden von den vier Projekten die drei Sieger bestimmt. 

An der KlimaLandsgemeinde stimmberechtigt waren alle, die in Winterthur wohnen, zur Schule gehen, studieren oder arbeiten. Die heute 200 anwesenden Personen hatten insgesamt sechs Klimaschutzprojekte zur Auswahl. Diese nominierten Projekte waren als Sieger aus einem Anfang Jahr lancierten Wettbewerb hervorgegangen, an dem sich Einzelpersonen und Gruppen aus Winterthur beteiligen konnten.

Die diesjährige KlimaLandsgemeinde wurde wie in den Vorjahren moderiert von Martin Widmer. Musikalisch umrahmt war der Anlass vom Jodelclub Wülflingen. Für das leibliche Wohl waren die Naturfreunde Winterthur besorgt, die selbstverständlich klimafreundlich produzierte Speisen und Getränke im Angebot hatten.

Die Projektleitung der insgesamt dritten KlimaLandsgemeinde 2014 lag bei der Stadt Winterthur und wurde umgesetzt mit den Partnern zhaw School of Engineering, Club of Rome sowie der Umweltorganisation myblueplanet, auf deren Idee und Initiative die KlimaLandsgemeinde zurückgeht.

Die Fotos von der KlimaLandsgemeinde 2014 auf Facebook.

www.klimalandsgemeinde.ch

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