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Teilen statt kaufen

Kategorien: Klimawissen
Anne Nuria Boekhout, 11.02.2015

Die durchschnittliche Nutzungsdauer einer Bohrmaschine beträgt gerade mal elf Minuten. Auch andere Dinge stehen die meiste Zeit ihres Lebens im Schrank: Waffeleisen, Racletteöfen, Velopumpen, Zelte. Da wäre es doch nett, sie auszuleihen, Geld damit zu verdienen oder sie gar nicht erst anzuschaffen. Die Share Economy und neue Technologien machen's möglich - und aus Konsumenten werden Nutzer. 

In der Schweiz machen bereits viele verschiedene Online-Märkte und Apps das Teilen einfach. Auf myfoodsharing.ch oder foodsharing.ch kann man Lebensmittel teilen, um sie nicht wegwerfen zu müssen. Zudem kann man online gemeinsame Reste-Essen organisieren. Ebenso gibt es Second-Hand-Shops für Lebensmittel wie die Ässbar, bei denen es Backwaren «frisch von gestern» im Angebot gibt. Initiativen wie die Winterthurer «RestEssBar» wiederrum sammeln Lebensmittel von Restaurants und Läden, und machen sie in einem Kühlschrank öffentlich zugänglich.  

Neben Essen kann man auch Dinge teilen. Möglich ist dies über die Verleih- und Mietplattformen sharely.ch oder shrebo.ch. Wer lieber tauscht, kann Plattformen wie talent.ch, giveandget.ch, relimi.com und exsila.ch nutzen. Fürs Carsharing gibt es den Anbieter mobility.ch, bei dem man per App die nächsten freien Fahrzeuge in der Umgebung ausfindig machen kann. Sogar Parkplätze kann man teilen, zum Beispiel über parkit.ch und parku.ch

Während es bei immer mehr Leih- und Tauschbörsen darum geht, Geld zu verdienen, gibt es auch welche, bei denen niemand reich werden soll und die ein bewusstes Konsumverhalten fördern. Das ist zum Beispiel bei offenen Bücherschränken, oder bei der Sharing Community «Pumpipumpe» der Fall. Mit kleinen, coolen Stickern am Briefkasten, die man gratis bestellen kann, signalisiert man, was es alles auszuleihen gibt: vom Wok bis zum Internetanschluss oder Diskokugel ist alles dabei. Gratis dazu gibt's die Möglichkeit, die Nachbarn besser kennenzulernen. Die Idee finden wir toll: We like very much! 

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