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Von Zimtsternen, Schoggi und dem Klima

Kategorien: Klimawissen
Anne Nuria Boekhout, 05.12.2014

«Zimetstern han I gern, Mailänderli au; Tirggel und Spitzbube und Ring us Wildsau...». Der Schweizer Kinderliedermacher Andrew Bond fasst es schön zusammen: Adventszeit ist Schlemmerzeit. Zu Hause, im Supermarkt oder im Büro kommt man an feinen Guetzli, Schoggi-Samichläusen, Quittenpästli, Lebkuchen oder Grittibänzen nicht vorbei, sie gehören einfach zur Saison mit dazu. Doch nicht alle Süssigkeiten haben eine gute Klimabilanz. 

Gerade bei Schokolade hat man im doppelten Sinne mit Pfunden zu kämpfen. Beim Wiegen auf der Personenwaage nach Weihnachten, und bei der CO2-Bilanz. So schlägt sich beispielsweise eine konventionelle Tafel Schokolade (100 g) mit etwa 350 g CO2-Äquivalenten nieder. Im Vergleich dazu verbraucht 100 g süsses Gebäck 94 g CO2. Dieselbe Menge Joghurt, da Milchprodukt, bringt es auf 123 g CO2-Äquivalente, etwa soviel wie 1 kg Gemüse. Bei der Berechnung der Klimabilanz kommt es darauf an, wie Herstellung, Verarbeitung und Transport des Produktes erfolgten. 

Wir haben ein paar Ideen zusammengestellt, damit das weihnachtliche Schlemmern auch das Klima freut: 

  • Grundsätzlich gilt: Besser für's Klima sind pflanzliche Produkte. Tierische Produkte wie Butter, Schmalz oder Milch verbrauchen vergleichsweise mehr CO2
  • Schoggi ist lecker, Guetzli oder Trockenfrüchte wie getrocknete Äpfel oder Birnen sind besser - zumindest wenn's ums Klima geht. 
  • Wer auf Schoggi nicht verzichten möchte, kann beim Kauf auf die sozialen Bedingungen der Kakaobauern (Fairtrade) und auf Bio-Anbau achten. Das fördert die Umwelt- und sozialen Bedingungen der Bauern vor Ort. 
  • Beim Backen von Guetzli anstelle von Butter die gleiche Menge Pflanzenmargerine verwenden - natürlich am besten aus Bioqualität und aus heimischer Produktion. 
  • Und zuguterletzt: Mit Umluft oder Heissluft kann man klimafreundlicher und energiesparender guetzelen. Denn so kann man gleich auf zwei Ebenen backen, und das Vorheizen wird auch überflüssig. Ober- und Unterhitze verbauchen mehr CO2, denn so wird nur je ein Blech gar.

 

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