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Klimabildung in Berlin: Joëlle und Dietmar am Climate Reality Leadership Training

Freitag, 6. Juli 2018

Gib uns drei Tage und wir geben dir Instrumente, um die Welt zu verändern. Mit diesem Slogan wirbt das 2006 von Al Gore gegründete Climate Reality Project für ihre Weiterbildung bezüglich Umweltbildung. Da wir auch mit I AM PRO SNOW mit Al Gores Projekt in Kontakt stehen, war ich sehr an diesem Event interessiert und stieg am Montag direkt nach der Arbeit in den Nachzug nach Berlin, um am nächsten Morgen rechtzeitig bei der Tagung zu sein.

Der internationale Event zielt darauf ab, engagierte Klimaschützer mit modernen Kommunikationswerkzeugen auszustatten, um weltweit besser auf die Dringlichkeit der Klimakreise aufmerksam zu machen. Konkret bildet der Climate Reality Project Leadership Corps weltweit Sprecher für Umwelthemen aus. Auch der Umgang in Führungsrollen und Ideen, um Leute zu aktivieren, werden weitergegeben. Bisher wurden bereits um die 6000 Sprecher aus mehr als 100 verschiedenen Ländern ausgebildet.

Was ich an solchen Events sehr schätze ist nicht nur der Inhalt, sondern auch der Austausch, den es mit anderen  Teilnehmern gibt. Ich traf viele inspirierende Menschen, etwas, was mir sehr an meiner Arbeit gefällt. Die Vernetzung  wurde auch dadurch gefördert, dass die Teilnehmer aus denselben Ländern die Möglichkeit zum gemeinsamen Dialog hatten. Dadurch traf ich viele Leute, die in der Schweiz überaus engagiert sind; an Universitäten, im nachhaltigen Finanzsektor, mit Start-Up Ideen oder an Schulen und ich bin zuversichtlich, dass sich daraus neue, erfolgreiche Partnerschaften entwickeln.

Was mir am meisten bewusst geworden ist, ist die Dringlichkeit, unsere Anstrengungen zu beschleunigen. Wir müssen mehr unternehmen und es schneller umsetzen. Ein Beispiel, dass mir sehr eingefahren ist: Die CO2 Emissionsreduktion  im Transportsektor macht überhaupt keinen Fortschritt. In der Schweiz waren die Emissionen 2016 um ganze 3% höher  als im Jahre 1990 und das obwohl die Motoren „sauberer“ arbeiten. Dies ist deshalb, weil die Grösse der Autos von Privatpersonen zunimmt und pro Person mehr Kilometer gefahren werden.

 

Dies mag entmutigend klingen, aber ich sehe es als eine Motivation und zeigt mir wieder einmal denn Sinn hinter meiner Arbeit auf. Sollten wir etwas gegen den Klimawandel unternehmen? Ja, auf jeden Fall. Können wir etwas gegen den Klimawandel unternehmen? Ja, denn es gibt eine grosse Anzahl von Lösungen und sie sind simpel und konkret. Werden wir etwas gegen den Klimawandel unternehmen? Es lieg an jedem einzelnen von uns. Wie wir bei myblueplanet sagen: Wir sind alle Teil der Lösung. Ich widmete die letzten 8 Jahre von meinem Leben der Eindämmung der globalen Erwärmung und werden damit nicht aufhören. Tun wir es gemeinsam. Wir brauchen mehr Aktivisten und mehr Menschen, die ihren Einfluss verwenden um andere zum Handeln anzuregen. Today together for tomorrow.

Das Projekt ist mit dem Ende dieser Tagung jedoch noch lange nicht vorbei. Vom 28. bis am 30. August findet in Los Angeles das bisher grösste Leadership Training statt. 2‘500 neue Leader werden dort ausgebildet. Nach einer nächtlichen Zugfahrt wieder zurück in Winterthur, habe ich viel neues Wissen und neue Erfahrungen mitgenommen, die ich in myblueplanet einbringen kann und werde. Der Austausch und die Fachleute sind eine grosse Bereicherung in unserer Branche und ich hoffe, dass das Training noch viele neue Leader ausbilden kann.

 

 

06.07.2018 - Joëlle Hérin und Laura-Vanessa Soldner

Bilder: 

https://www.facebook.com/theclimaterealityprojecteurope/

https://twitter.com/algore?lang=de

 

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