Für eine resilientere Schweiz

Wir hatten im Monat August das Thema Schweiz – doch was macht die Schweiz überhaupt aus?

Letzte Woche hat die grosse SRF-Umfrage einmal mehr festgestellt, dass es gemäss der Mehrheit der Bewohner:innen eine Vielzahl von Facetten sind, die der Schweiz ein Gesicht geben. Diese Facetten reichen von der Sprachenvielfalt über den Pragmatismus bis hin zu den Alpen, die als zentraler geographischer Kern fungieren.

Auswirkungen auf die Alpen und die Schweiz

Gerade diese Alpen sind jedoch vom Klimawandel äusserst stark betroffen. Bei einem ungebremsten Anstieg der Treibhausgase ist in den Alpen mit der schweizweit höchsten Erwärmung zu rechnen. Die Erwärmung würde rund 2 bis 4 °C betragen. Aber auch die Schweiz als gesamtes Land ist vom Klimawandel stark betroffen – und das zeigt sich bereits heute. Seit 1901 ist Starkniederschlag um 12% intensiver und 30% häufiger.

Diese Veränderungen lassen sich kaum abwenden. Im Sinne der Resilienz müssen wir jedoch lernen mit diesen neuen Begebenheiten umzugehen. Dies verlangt pragmatische und kontinuierliche Anpassungen fernab von jeglicher Ideologie, was uns gerade in diesem Wahljahr möglicherweise schwerfallen wird.

Wie wir handeln können

Resilienz bedingt Anpassungsfähigkeit, als Einzelperson aber auch im Kollektiv – Aber was können wir alle tun und wie wissen wir, ob unsere Aktivitäten zielführend sind?

Reduktion

Jedes Kilogramm CO2 das wir nicht produzieren – sei es durch unseren Konsum, unser Mobilitäts-, Ess- oder Energienutzungsverhalten – ist um ein Vielfaches günstiger als das CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen – sei es mit Bäumen, Carbon Capture und anderen Methoden. Dies können wir als Unternehmen, als Mitarbeiter aber auch als Individuen umsetzen und uns dabei gleichzeitig an die Zukunft anpassen. Indem wir zum Beispiel ein kreatives und klimafreundliches Zmittag zubereiten oder uns vermehrt virtuell treffen und dadurch Reisen verhindern.

Unterstützung von relevanten Initiativen

Im Urbanen Raum werden die nächsten Jahre geprägt sein von einem Umbau durch mehr Begrünung und Beschattung aber auch dem Bau von Grauwassernetzwerken, um die Kanalisation nicht zu überlasten. Im ländlichen Raum werden Aktivitäten im Hochwasserschutz und eine Anpassung zu mehr resilienten Pflanzenarten die kommenden Dekaden prägen. Wir alle können diese Aktivitäten unterstützen in dem wir einen technischen und pragmatischen Austausch fördern, der Faktenbasiert und Lösungsorientiert ist oder indem wir, soweit wir können, selbst Hand anlegen.

In dem Sinne glaube ich: Wir schaffen es, unsere Schweiz gemeinsam resilienter zu gestalten – sodass unsere identitätsstiftenden Alpen auch für kommende Generationen nutz- und begehbar bleiben.