30 Jahre internationale Klimapolitik – 10 Jahre Pariser Abkommen –COP30 in Belém

An der COP30 scheiterte der Plan für einen weltweiten Ausstieg aus Öl, Kohle und Gas am Widerstand grosser Produzentenländer.

Und was tut die Schweiz?

Bundesrat Rösti unterzeichnete in Belém weitere Klima-Abkommen mit Sambia und der Mongolei.

Kürzlich sprach Reto Burkhard, Vizedirektor des BAFU, an der Klimarechtstagung der Universität Bern Klartext: «Stand heute kann ich Ihnen versichern, wir werden unsere Klimaziele für 2030 verfehlen – und dies massiv». Als Gründe nannte er langwierige politische Debatten und Blockaden im Parlament. Zudem betont Burkhard: «Wir haben immer offengelegt, dass die Massnahmen fürs Inland nie ausreichen werden, um die Emissionen zu halbieren. Etwas salopp gesagt, hat das Parlament entschieden, dass der Bund bei absehbarer Zielverfehlung Zertifikate kaufen soll.».

Anstatt unseren Lebensstil konsequent auf Klimazielkurs zu bringen, setzen wir auf Kompensation, CO₂-Speicherung und das Entfernen von CO₂ aus der Luft – alles Technologien mit noch unklarer Umsetzung und enormen Kosten.

Ein Beispiel für wirksame, sofort verfügbare Massnahmen:
Die zeitnahe Umsetzung der Solarenergie und Elektromobilität bietet ein beträchtliches Minderungspotenzial, wie Skandinavien und China bereits zeigen. Der Strassenverkehr verursacht rund ein Drittel der Schweizer Treibhausgasemissionen – damit liegt hier ein zentraler Hebel für echten Fortschritt.

Medienmitteilung COP30 des BAFU: https://www.uvek.admin.ch/de/ 

Medienmitteilung des BAFU vom 25.11.2025: Umweltbericht: Die Bundesverwaltung ist auf Kurs