COP30 in Belém – Hoffnung für den Amazonas

 

„125 Milliarden für die Zukunft der Tropenwälder“ – mit der neuen Tropical Forest Forever Facility will Präsident Lula da Silva die Klimapolitik neu ausrichten. Der Amazonas, einst als „grüne Lunge“ gefeiert, stösst bereits heute mehr Treibhausgase aus, als er binden kann.

Die Bedeutung des Schutzes des Amazonas ist enorm: In diesem Gebiet werden bis zu 200 Milliarden Tonnen Kohlenstoff gespeichert und 13 % aller bekannten Arten beherbergt. Ausserdem ist es die Heimat indigener Völker. Der ökologische Kipppunkt rückt näher – mit weitreichenden Folgen für Südamerika und das globale Klima. Noch bleibt Zeit, gegenzusteuern.

 

Kipppunkt Amazonas – wissenschaftlich betrachtet

Der Amazonas-Regenwald ist ein zentraler Klimaregulator. Wird sein Kipppunkt überschritten, treten irreversible Veränderungen ein:

  • Ökosystem: Übergang von Regenwald zu Savanne – verbunden mit massivem zusätzlichem CO₂-Ausstoss.
  • Hydrologie: Weniger Niederschlag, häufigere Dürren, veränderte Wasserkreisläufe mit Auswirkungen auf das Klima in ganz Südamerika.
  • Biodiversität: Absterben zahlreicher endemischer Arten.
  • Sozioökonomie: Bedrohung indigener Lebensräume, zunehmende Ernährungsunsicherheit und wirtschaftliche Instabilität.
  • Globale Rückkopplungen: Verstärkung des Klimawandels durch Wegfall einer zentralen „Klimabremse“.
  • Boden- und Wasserdegradation: Erosion, verstärkte Sedimentierung und sinkende Wasserqualität.
  • Energieversorgung: Unsicherheiten bei der Wasserkraftproduktion mit Folgen für Wirtschaft und Versorgungssicherheit.

 

LINK zur COP30: UN Conference convenes in Brazil to accelerate climate action