Unsere Geschichte

Die Klimaschutzbewegung myblueplanet wurde im Jahr 2007 gegründet. Seitdem hat sich vieles getan, doch das Motto ist das gleiche geblieben: «Wir zeigen im Kleinen, was im Grossen machbar ist». myblueplanet von 2007 bis heute: eine bewegte Geschichte, aufgeteilt in drei Phasen.

Projektarchiv

Herbst 2006: So fing alles an

Nachdem Daniel Lüscher, Gründer von myblueplanet, die Dokumentation «An Inconvenient Truth» in New York gesehen hatte, war für ihn klar: es ist höchste Zeit zu Handeln. Zurück in der Schweiz trommelte er einige Freunde zusammen. Innerhalb von nur zwei Wochen sammelten sie genügend Geld, um den Klimafilm mit Al Gore eine Woche lang gratis in Winterthurer Kinos zu zeigen. Das Projekt war ein voller Erfolg: Mehr als 15’000 Menschen sahen den Film. Geboren war myblueplanet, eine Initiative von Bürgerinnen und Bürgern, die in ihrem eigenen Leben einen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten wollen.

2006 – 2009: Der erste Flügelschlag

Ein unterstützendes Umfeld für lokale Klima-Projekte

1. Gratis-Kinowoche im Oktober 2006

Um den Klimafilm «An inconvenient Truth» möglichst vielen Zuschauern zugänglich zu machen, organisierte myblueplanet im Oktober 2006 die sogenannten «Gratis-Kinotage» in der Schweiz. Eine Woche lang war der Film in Winterthur gratis zu sehen. Jede der bis zu vier Vorführungen täglich war bis auf den letzten Platz «ausverkauft». Schon bald fanden sich Nachahmer: auch in Schaffhausen und Zug wurde die Idee der «Gratis-Kinotage» übernommen. Alleine in Winterthur sahen 30’000 Personen und 15 Schulklassen «An inconvenient Truth» und wurden wachgerüttelt. Viele Gäste meldeten sich als Volunteers und zusammen starteten wir die Klimaschutzbewegung myblueplanet.

2. DVD-Aktion «Wissen weitergeben» im März 2007

Um noch mehr Menschen zum Handeln zu bewegen, verteilten wir in der ganzen Stadt und auch im Fussballstadion vom FC Winterthur DVDs des Films «An inconvenient Truth» zum Weitergeben.  

Innerhalb von einem Monat verteilte myblueplanet zusammen mit 45 Unternehmen über 1000 DVDs gratis an die Bevölkerung. Diese DVD-Aktion war einmalig in der Schweiz. Daraus entstand «Filme für die Erde».

3. ÖV-Plakatkampagne «Jetzt umsteigen» im Jahr 2007

Im Dezember 2006 startete myblueplanet eine grossangelegte Plakataktion in den Stadtbussen von Winterthur. myblueplanet konnte ein Jahr lang jeden Monat neue Themen aus dem Bereich Klima- und Umweltschutz aufgreifen, die zum Nachdenken und zum eigenen Handeln anregen sollen. Aus diesem Projekt entstand «Jedes Kilo zählt»

4. Aus Ideen werden Bäume im März 2007

Ab jetzt pflanzte myblueplanet für jede verwirklichte Klima-Idee einen Baum. Auf Hinweistafeln an den Bäumen steht vermerkt wofür der einzelne «Klimabaum» steht. Die Wurzeln wuchsen tiefer, die Baumstämme wurden stärker und der Wind verteilte unsere Projekte und Baumsamen schweizweit. Bäume sind ein sichtbares Zeichen für gelebten Klimaschutz. Aus diesem Projekt entstand «Bluetree».

5. myblueplanet Projektwettbewerb mit Förderpreis im Juni 2007

In Kooperation mit der Zürcher Hochschule Winterthur (ZHW) schrieb myblueplanet einen Projektwettbewerb für Studierende der ZHW im Bereich «Angewandter Klima-/Umweltschutz» aus. Geplant war die Förderung von fünf Projekten, wobei die beiden besten als Diplomarbeiten weitergeführt wurden. Jeweils die beste Diplomarbeit wurde seitdem mit einem Förderpreis ausgezeichnet. Daraus entstand die Partnerschaft mit dem Swiss Green Economy Symposium.  

6. «Live Earth Concert» am 7. Juli 2007 in der Albani Musicbar

«Live Earth»: so hiess eine Konzertreihe, die am 7.Juli 2007 in neun Städten weltweit stattfand – auch myblueplanet war dabei. 24 Stunden lang sangen mehr als 100 Musiker weltweit für einen besseren Umgang mit unserer Erde und riefen dazu auf, die Klimaveränderung ernst zu nehmen. In Winterthur traten Bands im legendären Albani Club auf.

7. Klimalandsgemeinde

Die Klimalandsgemeinde ist eine gemeinsame Initiative von myblueplanet, Club of Rome, ZHAW und Stadt Winterthur. Sie wurde 2012 ins Leben gerufen. Seither entstanden daraus das myblueplanet Give&Take, RestEssBar, Wiederverwerkle und bare Ware.

2008 – 2018: Ritt auf der Welle

Lokal wird national.

1. Klimaschutzsymposium der Region Winterthur am 23. Februar 2008

Alle 25 Gemeindepräsidenten der Region Winterthur sowie Stadtrat Michael Künzle beteiligten sich an einer gemeinsamen Diskussion über Möglichkeiten zum gemeinsamen Klimaschutz in den Gemeinden. Ziel des Symposiums war es, «good-practice»-Beispiele sichtbar zu machen und den nicht immer einfachen Weg zum Erfolg aufzuzeigen.

2. Corporate Volunteering Aktion am 20. Juni 2008

Unter dem Motto «Herz zu Herz» setzten sich Personen von AXA Winterthur zusammen mit myblueplanet für den Klimaschutz ein. Innerhalb von einem Tag verteilten sie 700 Wasserspar-Produkte, unter anderem in Seniorenresidenzen. Die Freiwilligen genossen die Abwechslung und den Kontakt zu den Bewohnern, die Einsatzorte lobten die Seriosität und Effizienz der Aktion, die Projektleitung war begeistert vom Einsatzwillen der Freiwilligen und der grossen Bereitschaft der Institutionen zur Zusammenarbeit.

3. Erster blueday am 8. Dezember 2008

Zum ersten Mal waren unsere blauen Samichläuse am «blueday» unterwegs. In Bahnen und auf in Bahnhofsnähe bedankten sie sich bei der Bevölkerung für ihr klimafreundliches Verhalten. Eine Aktion, die auch von den Medien sehr gut aufgenommen und gelobt wurde.

4. Klimawelt 2010 in Zürich vom 9. bis 11. Juni 2010

Zum ersten Mal fand in Zürich die Klimawelt statt. Die neuartige Mischung von Ausstellung, Forum und Messe fokussierte vom 9. bis 11. April im Zürcher Hauptbahnhof ganz auf die CO2-Reduktion. Neben kommerziellen Ausstellern aus dem Bereichen Haus & Energie, Haushalt & Wohnen und bewusste Mobilität präsentierten Non-Profit-Organisationen und Verbände verschiedene Klima-Themen und boten Mitmach-Aktionen an. Auf einer Wissensplattform fanden begleitend Referate und Podiumsdiskussionen statt.

Ab 2019: Der Fisch fliegt

Seit der Gründung im Jahr 2006 haben wir uns «gemacht» und sind dabei noch über uns hinausgewachsen. Die Geschäftsstelle umfasst heute ein Team von fünf Mitarbeitenden. Unterstützung bei unseren Projekten erhalten wir von einer immer grösser werdenden Community von Volunteers – darunter Spezialisten aus den verschiedensten Gebieten: Kommunikation, Marketing, Betriebswirtschaft, Umweltpädagogik, Psychologie, Organisationsentwicklung oder Umwelttechnik. Dies hat es uns ermöglicht, in allen Regionen und Ecken der Schweiz Klimaschutzaktionen umsetzen zu können, und dabei lokal verankert zu bleiben. Unsere erste nationale Kampagne „Bike4Car“ gab Interessierten die Möglichkeit, während zwei Wochen mit dem E-Bike unterwegs zu sein – gratis und ohne Kaufverpflichtung. Nur das eigene Auto musste während dieser Zeit in der Garage bleiben.

Das macht uns stolz und hierauf bauen wir auf.