Mode innerhalb der planetaren Grenzen: Weniger, langsamer, fairer – die Fashion-Revolution beginnt im Kleiderschrank!

Kleiderberge in Ghana, Billigimporte aus China, Greenwashing bei Mode-Riesen: Unser Modesystem, das nach dem Prinzip „mehr, schneller, billiger“ funktioniert, hat einen hohen Preis für Mensch und Umwelt.

Das Problem im Überblick

  • Schweizer:innen entsorgen jährlich 11 Kilo Textilien, davon landen etwa 4 Kilo direkt im Müll, der Rest geht in die Kleidersammlung.
  • 60 % der ausgedienten Kleider werden ins Ausland exportiert, meist nach Asien und Afrika.
  • In Ghana türmen sich diese Reste zu Müllbergen. Der Sozialunternehmer Y. Agbogah nennt das „Abfallkolonialismus“.
  • Die Stadt Zürich zeigt, wie es besser geht: Sie will die lokale Wiederverwendung von Alttextilien konkret stärken und weniger ins Ausland schicken.

Klimaeffekte und Greenwashing

  • Die Billigmode-Importe per Flugzeug aus China boomen und werden durch Onlinehändler wie Shein und Temu angetrieben.
  • Ein Beispiel für Greenwashing ist der Zara-Konzern: Der Transport und die Verteilung machen etwa 20 % des Klimafussabdrucks von Kleidung aus. Auf Frachtflügen ab Madrid sollen dafür 5 % nachhaltiger Flugkraftstoff beigemischt werden.
  • Es geht auch mit minimalem Flugtransport: Der Transport und die Verteilung von H&M-Mode machen beispielsweise nur rund 5 % der Konzern-CO₂eq-Emissionen aus.

Quelle:

Public Eye Magazin Nr. 53, April 2025, Die Modeindustrie braucht ein radikales Redesign.

https://www.stadt-zuerich.ch/de/aktuell/medienmitteilungen/2025/01/textilverwertung-in-zuerich-soll-neu-organisiert-werden.html